Sonntag, 28. April 2013

Höhlenschloss

Kommentar von Stepanek zu meiner Aussage: "Ich fühl mich wirklich so richtig wohl in unserer Wohnung" (obwohl ich eigentlich nie hierher ziehen wollte): "Du machst eben aus jeder Höhle ein Schloss."

Recht hat er.


Vorher:

Nachdem ich etwas Hand angelegt habe:


;)


Samstag, 20. April 2013

Oh balkony!

Endlich. wieder. draussen. zeit.

Komm schon Sommer, ich bin bereit:







Freitag, 15. Februar 2013

Juhu Halbzeit!

"nur" mehr 26 Tage!

Sonntag, 3. Februar 2013

Es musste ja passieren...

Da mich auf meinen letzten Blogeintrag hin meine Schwester darauf hingewiesen hat, und ich zitiere jetzt: "Wenn du seit drei Tagen nicht mehr duschen warst... ist das Verwesen deines GEISTES das kleinere Problem.", habe ich beschlossen, allen Widrigkeiten zum Trotz und trotz aller Mühsalen heute schon wieder duschen zu gehen (2 Tage Rhythmus also - yeah!). Also wieder mach disch einbeinisch nackisch, Fuß ins Sackerl, alles mit Paketklebeband abgepickt und zwar so, dass es ordentlich einschneidet damit das Wasser nicht reinrinnt, auf einem Bein in die Wanne, auf einem Fuß in der rutschigen Dusche herumturnen und dann ist es passiert!

Das Sackerl war undicht! Ihhhhh ich stehe im Wasser! Also Sackerl panisch aufgerissen, Handtuch hinhalten, vielleicht ist es ja nicht so arg. Fuß und Gips aber waschelnass. Schöne Scheiße. Muss ich wohl trocknen. Dazu wär es gut den Gips abzumontieren. Momentmal. Gips abmontieren? Hey, tolle Gelegenheit! JUHU FÜSSE WASCHEN!!!

Im Anschluss dann natürlich: Gips föhnen
die Gelegenheit nutze ich natürlich auch gleich um den Zustand meines Fußes zu begutachten. Fazit: Nur mehr leicht angeschwollen (im Vergleich zu Mittwoch, aber ich lagere ihn ja auch 23 Stunden am Tag hoch) und die Blutergüsse sind auch nicht mehr so arg:
Und ja, ich passe eh auf, dass es mich nicht über das Kabel im Bildhintergrund prackt...

Ich bin sehr zufrieden (im Rahmen meiner Möglichkeiten mit etwas zufrieden zu sein) aber das allerallerbeste des Tages ist das Gefühl frisch gewaschener Füße.

Fast so gut wie Sex.

Nein, besser.

Freitag, 1. Februar 2013

Ich kann meinen Gehirnzellen beim Sterben zuhören...

...was aber auch kein Wunder ist, denn von morgens bis abends bin ich mittlerweile in einem Stadium angekommen, an dem mich gar nichts mehr freut. Also hänge ich mit hochgelagertem Fuß auf der Couch herum und sehe fern. Und bin total antriebslos. Klar, jeder war schon mal krank und hat von morgens bis abends ferngesehen. Ein paar Tage ist das ja zu ertragen, aber auf Dauer ist das eine intellektuelle Beleidigung. Und wenn ich genau hinhöre, kann sie wirklich sterben hören, meine Gehirnzellen.  <Bloooop>. Schon wieder eine.

Anfangs dachte ich mir noch, naja mach das Beste draus, lern endlich wieder Ungarisch, schreib das Blog von Pawäl weiter, kümmre dich um die Prozessbeschreibungen für die Firma. Was mir dazu leider aber total fehlt, ist die Motivation. Denn mit jedem Tag, an dem man morgens nicht mehr aufstehen muss, an dem es egal ist, dass man schon seit 3 Tagen nicht mehr geduscht hat (das ist so anstrengend und umständlich), an dem man überleg ob man den BH überhaupt anziehen soll oder direkt im Pyjama aufs Sofa wandert, mit jedem dieser Tage sinkt die Aussicht etwas Sinnerfüllendes zu tun und geistige Verwesung setzt ein.

Die einzige intellektuelle Herausforderung bieten mir die Krücken, wer schon mal auf Krücken gelaufen ist, weiß: jeder Transport von irgendwas irgendwohin ist unheimlich mühsam. Ich überlege schon auf der Couch BEVOR ich aufstehe und aufs Klo hüpfe, was ich aus der Küche oder dem Bad brauche, damit ich es gleich mitnehmen kann. Ich entwickle dabei auch ganz ungewohnte Transportwege: Tablett auf Boden und mit den Krücken vor mir hergeschubbst. So macht das die Logistikerin.

Bevor sie wieder in die Couchstarre fällt.








Donnerstag, 31. Januar 2013

und heiter geht (haha) es weiter

Meinen Erlebnisaufsatz über die NÖ Gkk habe ich am Sonntag auch an die Ombudsstelle und den Direktor der NÖGKK gesendet und schon am Mittwoch kontaktierte mich die Ombudsstelle, hat sich vielmals bei mir entschuldigt, gesagt, dass das so natürlich nicht geht und mir auch gleich meine Vorladung für diesen Mittwoch abgesagt. Na bitte. Es geht doch.

Allerding war ich ja am Mittwoch im Krankenhaus. Dort wurde ich wieder 3x geröngt und der Arzt war sich immer noch nicht sicher, was ich denn nun habe. Er entschloss sich jedoch, mich zu einem MR zu überweisen, da mein Spalt zwischen Waden und Schienbein "grenzwertig" ist.

Mittwoch nachmittag versuchte ich also einen MR Termin zu bekommen. Die mir vorgeschlagenen Termine (trotz meines Hinweises, dass es dringend ist weil es darum geht, ob ich operiert werden muss oder nicht - und mein Chrirugenfreund sagte, dass wenn, das rasch operiert werden muss) spielten sich im Zeitraum zwischen 19.02 und Ende März ab (und es war der 30.01!). Also min. 3 Wochen Wartezeit für Kassenpatienten. Heute jedoch, um 11:00 telefoniere ich mit dem Institut, das mir den 19.02 angeboten hat und erkundige mich nach Privatterminen. Was soll ich sagen, um 15:00 lag ich im MR. Mit anschließendem Arztgespräch und der Arzt wollte mir auch noch die Bilder zum Auto tragen. Was machen eigentlich Menschen, die sich die 330€ nicht leisten können?

Also, die Sache schaut nicht gut aus, ein Band komplett durchgerissen, das andere bis auf 10% auch. Das heisst dann wohl Operation. Schöne Scheisse.


Freitag, 25. Januar 2013

Was die NÖGKK unter unbürokratisch versteht...


Sie müssen keine weiten Strecken zurücklegen, um zu uns zu kommen. In unseren Kundendienststellen kümmern sich Kundenberaterinnen und Kundenberater rasch und unbürokratisch um Ihre Angelegenheiten - denn Kundennähe und Service stehen bei uns an erster Stelle.“ So steht es auf der Homepage der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse zu lesen. Ich behaupte: weder Kundennähe und Service steht an erster Stelle der NÖGKK sondern einzig und alleine die Schikane von Beitragszahlern. 

Wie ist es sonst zu erklären, dass die NÖGKK „Servicestellen" kein „Kunde“ direkt anrufen kann, nur über die zentrale Vermittlungsnummer erreicht man die Stelle die man sprechen möchte. Erhält man Anrufe der NÖGKK so wird die Nummer unterdrückt.  Da könnte doch ein mündiger Beitragszahler sonst zurückrufen, wie z.B. in der Steiermark, wo jeder seine Zuständige Außenstellen selbst anrufen kann. Damit könnte ich ja noch leben, dass die NÖGKK mich offenbar verarschen will, damit wahrlich nicht. 

Aber um am Anfang zu beginnen:  Mittwoch, auf dem Weg zur Arbeit bin ich in meinem Heimatort am Zebrastreifen ausgerutscht und habe mir mein Sprunggelenk verletzt. Tapfer bin ich noch mit meinem Auto 37km zur Arbeit gefahren und habe dort aber festgestellt, dass mein Knöchel doch sehr angeschwollen ist. Arztbesuch, Überweisung ins Krankenhaus, Röntgen, Untersuchung und dann Gips. In einer Woche soll ich wiederkommen, dann sehen wir weiter. Die überweisende Ärztin angerufen, ihr das mitgeteilt und dann eben Krankenstand. Mit der Rettung heimgebracht worden und versucht, den Alltag auf zwei Krücken zu organisieren.

Es begibt sich nun aber, dass ich übers Wochenende das wunderschöne Niederösterreich Richtung Oberösterreich zu einem Elternbesuch verlassen möchte und da ich mich in diesen Dingen nicht auskenne, rufe ich –na klar - beim Servicecenter an – dieses zentrale Nummer eben. Dort erklärt mir eine wirklich nette Dame, dass ich zum Arzt gehen muss, dieser einen „Antrag auf Domizilwechsel“ stellen muss, ich diesen Antrag der zuständigen Außenstelle der NÖGKK mit dem Hinweis senden soll, dass es dringend ist, dass sie mich anrufen sollen, weil ich ja schon dieses Wochenende weg will. In der Steiermark ist alles was man meines Wissens nach dafür tun muss, bei seiner zuständigen Außenstelle anzurufen und die sagen dann ja oder nein. Soweit so gut, Niederösterreich ist anders, ich erledige alles am Donnerstag, formuliere noch ein nettes Mail und schicke den ganzen Kram per Email an die „Servicestelle“.

Freitagmorgen 7:00: Unbekannte Nummer ruft an.  Gut, ich gebe zu, ich habe noch geschlafen, aber ich bin ja auch im Krankenstand. Eine durchaus als unfreundlich zu bezeichnende weibliche Stimme teilt mir mit, dass bei meinem Antrag die zweite Seite fehlt. Ich erkläre, der Arzt hätte mir das Formular so gegeben (kann man ja auch nicht auf der Homepage runterladen). Das nützt mir aber nichts, ich müsse mit meiner Krankmeldung bei der „Servicestelle“ vorbekommen.  Ich erkläre, dass ich diese noch gar nicht hätte, weil ich mich ja telefonisch beim Arzt krankgemeldet habe. Sie bellt mich an, dass das schon mal überhaupt nicht geht, denn man kann sich beim Arzt nicht telefonisch krank melden. Hätte ich die Rettung bitten sollen, mich noch kurz beim vom Krankenhaus 15km entfernten Arzt vorbeizufahren, bevor sie mich und meinen Gips bis zum Knie dann wieder 37km in die andere Richtung nach Hause fahren? Ernsthaft? Gut, dann soll ich also die Ambulanzkarte mitbringen. Aber anzutanzen hätte ich. 

Um  7:30, ich bin mittlerweile halbwegs munter und habe den ersten Kaffee intus denke ich mir als unbedarfte Höchstbeitragszahlerin also: Nun ja, wenn da nur die 2. Seite fehlt, dann könnten die mir das doch einfach per Email schicken, ich füll das aus und maile es ihnen gemeinsam mit der Ambulanzkarte zurück. Kann doch nicht so schwierig sein, die von der zentralen Telefonnummer sagte ja auch, dass das alles auch per Email geht. Ich rufe also bei der zentralen Telefonnummer an, werde an die zuständige Person in meiner zuständigen NÖGKK Stelle weiterverbunden. Versuche lieb und nett anzufragen: „ Könnten sie mir…“ Werde aber jäh mit einem kategorischen „Nein“ unterbrochen. „Aha und warum nicht?“ „weil der Kontrollarzt das bestätigen muss“.  Ich muss also wirklich hinfahren. Draußen schneit es schon seit morgens – jeder der schon mal mit Krücken unterwegs war, weiß dass das wahrlich kein Spaß ist. 

09:30 Ankunft NÖGKK Mödling. Ich kämpfe mich ins Servicecenter. Stelle mich artig an, frage, wo ich hin muss: „Das macht der Kontrollarzt, die Stiegen runter und dann links“ „Wie? Die Stiegen runter?“ „Die Stiegen runter und dann links“ Erst auf mein Nachfragen, ob das ihr Ernst ist, teilt die Dame mir mit, dass es einen Lift gibt. 

Im Kellergeschoss: Hier residiert also der Mann, der über meine Wochenendgestaltung entscheidet. Eine Anmeldung gibt es hier nicht. Lediglich etliche Hinweisschilder: „Ihre Unterlagen werden laufend persönlich entgegen genommen.“ „Bitte nicht klopfen! Danke für ihr Verständnis.“ „Bitte aus hygienischen Gründen das Händeschütteln vermeiden.“ Das „Bitte nicht eintreten Schild leuchtet ohne Unterbrechung.  Ja, da komme ich mir doch gleich wie ein sehr willkommener Kunde vor. Ab und an kommt eine Dame aus einer der drei, vom Warteraum aus nicht zu öffnenden Türen heraus und sammelt im Haufen an Menschen der sich vor einer gelben Linie gebildet hat alle Zettel ein. Netterweise gibt ein Mann meine Zettel mit ab, damit ich nicht durch den Raum hüpfen muss und es mir erspart bleibt, im Gerangel um die besten Abgabeplätze mitzumachen. 

Die Dame erinnert sich offensichtlich an meinen Namen, denn sie sagt zu mir: „da bringe ich gleich die zweite Seite heraus“. Ich bin schon mächtig gespannt, was denn auf dieser ominösen zweiten Seite, die beim Formular meines Arztes nicht vorhanden ist, wichtiges draufstehen würde was meinen Vormittagsausflug rechtfertigen wird. Während ich warte habe ich Zeit ein Plakat zu studieren, das mich über meine Pflichten im Krankenstand aufklärt. Bei einem Ortswechsel innerhalb von Niederösterreich muss ich das der NÖGKK lediglich melden, entferne ich mich aus NÖ, muss die GKK das genehmigen.  Das muss mir mal jemand erklären, oder ist die Gesundheitsversorgung in anderen Bundesländern so viel schlechter? Kann ich also mit meinem Gipsbein locker flockig, sagen wir eine Woche Thermenurlaub in Linsberg verbringen, meine Eltern zu besuchen, muss ich mir aber genehmigen lassen. Ernsthaft?

Zurück zu meiner vermissten zweiten Seite des Antrags. Es dauert ewig bis meine Neugier gestillt wird und doch bin ich etwas fassungslos: auf der zweiten Seite muss ich eintragen: Datum und Unterschrift. Na bumm, das war’s oder wie? Ich rede mir ein: Aber immerhin sagte die Dame, der Kontrollarzt muss den Domizilwechsel eintragen. Wahrscheinlich will er mich sehen, ob ich eine Tachiniererin bin, mir zum Spaß einen Gips verpassen lasse nur um die Sozialversicherung auszunutzen und dann auf Kosten anderer Beitragszahler mir einen schönen Lenz mache. Vielleicht tue ich der NÖGKK aber auch Unrecht und sie ist einfach nur sehr fürsorglich und will meiner Gesundheit zuliebe schauen, ob ich die 2,5 stündige Autofahrt wohl überstehen werde. Ich warte also weiter.  

Es dauert. Irgendwann kommt die Dame wieder durch eine der Türen und gibt mir meine Ambulanzkarte zurück. Auf der steht mit grünem Stift geschrieben: „Domizilwechsel 25.01-27.01 bew.“ Wie, das war’s jetzt? Im Ernst? Dafür tut mir jetzt alles weh vom vielen Herumhüpfen im Schnee? Dafür zahl ich das Taxi hin und zurück? Das wär ehrlich nicht per Email gegangen?

Ich kriege auch noch einen zweiten Zettel mit. Darauf steht, dass ich mich kommenden Mittwoch gefälligst wieder auf der GKK einzufinden habe: Für meine Arbeitsunfähigkeit liegt noch keine Gesundmeldung vor...